Binaurale Beats

Binaurale Beats:

Wahrscheinlich setzten Sie entspannende Musik öfter bei Meditation oder zum Einschlafen ein. Vielleicht arbeiten Sie mit dieser Musik auch besser? Wussten Sie aber, dass Sie die entspannende Wirkung dieser Musik noch steigern können? Hier geht es um Binaurale Beats. Sie können mit diesem psychoaktiven Phänomen über entspannende Musik und bestimmte Frequenzen direkten Einfluss auf die Aktivität ihrer Gehirnwellen (brain waves) nehmen. Dadurch können Sie sich bewusst in einen von Ihnen gewünschten Bewusstseinszustand versetzen. Sie können in allen Lebensbereichen (Wohlstand – Fülle – Lebensfreude) mit Binauralen Beats das gewünschte Ziel schneller und entspannt erreichen.

 

Was sind Binaurale Beats?

Binaurale Beats – man spricht auch von Isocronic Beats – sind eine psychoakustische Täuschung des Gehirns. Das Phänomen entsteht, sobald man dem rechten und dem linken Ohr Sinuswellen mit gleicher Amplitude, aber leicht unterschiedlicher Frequenz vorspielt. Wirkt etwa über einen Kopfhörer auf das rechte Ohr eine Sinuswelle mit 440 Hz ein und zur gleichen Zeit auf das linke Ohr eine
Sinuswelle mit 430 Hz, entsteht beim Hörenden im Kopf ein weiterer Ton. Dieser Ton entspricht der Differenz aus den beiden gehörten Frequenzen, also in diesem Fall einem Ton von 10 Hz. Binaurale Beats können nur entstehen, wenn die Differenz zwischen den Frequenzen nicht höher ist als 30 Hz.

Wie entsteht das Phänomen im Gehirn?

Binaurale Beats entstehen direkt im Gehirn. Es handelt sich nicht um Überlagerungen von Schallwellen. Vielmehr wird heute angenommen, dass der Differenzton im Stammhirn gebildet wird. Dieser Teil des Gehirns, der sogenannte nucleus olivaris superior ist das Zentrum für räumliches Hören beim Menschen. Hier werden die Schallwellen ausgewertet, die auf die Ohren auftreffen. Dabei
werden auch Pegelunterschiede zwischen dem rechten und linken Ohr analysiert.

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Wer hat die Binauralen Beats entdeckt und wie ist der Stand der Forschung?

Die Entdeckung der Binauralen Beats geht zurück ins Jahr 1839. Der deutsche Physiker Heinrich Wilhelm Dove fand etwas Interessantes heraus. Werden den Ohren simultane Töne mit leicht unterschiedlichen Frequenzen vorgespielt, entsteht der Eindruck, dass zusätzlich Schläge zu hören sind. Er nahm damals schon an, dass dieser Eindruck von Schlägen in einem Teil des Gehirns entsteht, der für das Hören in Stereo verantwortlich ist. Man spricht hier auch vom stereophonen Hören, das Wort binaural drückt das ebenfalls aus. Zunächst fand das Phänomen wenig Beachtung, wurde als interessant, aber kurios abgetan.

In den 1970er Jahren nahm sich der Biophysiker Gerald Oster erneut des Themas an. Er entdeckte das Potenzial der Binauralen Beats für die Wissenschaft, aber auch in der Medizin. Zum einen setzte er Binaurale Beats als Diagnose-Instrument ein. Er stellte fest, dass beispielsweise kurz vor der Manifestation einer Parkinsonerkrankung die Fähigkeit nachlässt, Binaurale Beats zu hören. Im fiel außerdem auf, dass Binaurale Beats auch noch wahrgenommen werden, wenn die eigentlichen Trägerfrequenzen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle für das menschliche Ohr liegen. Außerdem konnte herausgearbeitet werden, das Binaurale Beats auf die Gehirnwellen oder brain waves Einfluss nehmen. Sie können unter anderem entspannende und stimulierende Effekte auf alle Arten von
brainwaves haben. Es entstand eine neue Technik, die im angelsächsischen Bereich als Brainwave Entrainment bezeichnet wird.

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Einsatzbereiche für Binaurale Beats:

In wissenschaftlichen Studien wurden messbare Effekte von Binauralen Beats auf die brainwaves festgestellt. Im Rahmen des Brainwave Entrainment kann auf durch Gehirnwellen charakterisierte Bewusstseinszustände Einfluss genommen werden. Es werden 5 verschiedene relevante Frequenzbereiche unterschrieben, die durch jeweils andere Hirnwellen gekennzeichnet sind. Diese 5 Bereiche sind:

  • Delta
  • Theta
  • Alpha
  • Beta und
  • Gamma

mit jeweils unterschiedlichen Frequenzen. Bietet man dem Gehirn eine bestimmte Frequenz aus einem der Bewusstseinsbereiche an, versucht das Gehirn, die Brain waves mit den angebotenen Frequenzen zu harmonisieren, beziehungsweise zu synchronisieren. Die Binauralen Beats erweisen sich dabei als besonders effektiv um eine entsprechende Anpassung zu erreichen. Enthält beispielsweise entspannende Musik Binaurale Beats, so wird beispielsweise der Entspannungszustand noch intensiver und anhaltender realisiert.
Über Binaurale Beats lassen sich Brain waves in unterschiedlicher Weise beeinflussen. Neben Entspannung, kann auch eine Steigerung von Kreativität und Motivation erreicht werden. Verschiedene Techniken nutzen heute auch die Möglichkeit, Affirmationen über entspannende Musik mit binauralen Beats zu unterlegen, um diese direkt ins Unterbewusstsein des Menschen zu schleusen.

Richtige und empfohlene Anwendung

Mit Binauralen Beats können Sie selbst Ihre Gehirnwellen aktiv beeinflussen. Dazu sollten Sie allerdings wissen, wie sich Frequenz und Länge von brainwaves auf Ihren mentalen Zustand auswirken. Beispielsweise befinden Sie sich mit brainwaves im Deltabereich im Tiefschlaf oder in Trance. Theta-Wellen prägen dagegen Meditationen und Wachträume an der Schnittstelle zum Unterbewusstsein.
Der Alpha-Bereich prägt den Übergang von Wachbewusstsein und Unterbewusstsein. Beta-Wellen sind charakteristisch für unseren wachen und aufmerksamen, aktiven Bewusstseinszustand. Gamma-Wellen sind die brainwaves für hochkonzentriertes Arbeiten.

Mit binauralen beats können Sie Ihre brainwaves in von Ihnen gewünschte Zustände versetzen. Beispielsweise können Sie so ihren Schlaf verbessern oder sich besser entspannen. Die Wirkung durch entspannte Musik wird über Binaurale Beats in der gewünschten Richtung verstärkt. Wichtig ist, dass Sie Stereo Kopfhörer bei der Anwendung von Binauralen Beats einsetzen. Sie sollten dabei die
Lautstärke gerade so einstellen, dass Sie den Beat gerade noch hören können. Da Binaurale Beats auf unbewusster Ebene wirken, kann die Wirkung sogar eintreten, wenn Sie nichts hören. Effekte entstehen über Binaurale Beats bei der Einflussnahme auf die brain waves durch Wiederholung. Eine einmalige Anwendung wird bei den meisten Menschen keinen spürbaren Effekt hervorrufen.

Sind Vorsichtmaßnahmen bei der Anwendung notwendig?

Binaurale Beats haben psychoaktive Effekte. Wenden Sie deshalb kein Brainwave Entrainment an, wenn Sie gerade gefährliche Maschinen bedienen, am Autoverkehr teilnehmen oder Alkohol sowie Drogen konsumiert haben. Auch, wenn Sie unter ernsten psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Schizophrenie oder Psychosen leiden, ist Vorsicht geboten. Im letzteren Fall sollten Sie vor dem Einsatz von Binauralen Beats Ihren behandelnden Arzt befragen. Am besten wirken Binaurale Beats durch entspannende Musik hindurch, weil Sie sich durch die Musik bereits in einen etwas entspannteren Zustand versetzen. Sie werden somit aufnahmefähiger für die mögliche Veränderung Ihres Bewusstseinszustandes in die gewünschte Richtung.

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