Meditieren lernen

Bei dem Wort Meditation denken die meisten ganz automatisch an eine Person in weißer Flatterkleidung, die in einer typischen Körperhaltung sitzt: dem Lotussitz, die Hände mit den Handflächen nach oben auf den Oberschenkeln, die Augen geschlossen. Zusätzlich zeigt die Person häufig ein leicht entrücktes Lächeln auf den Lippen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Man muss nicht höchst spirituell sein, um zu meditieren, beziehungsweise, um Meditieren zu lernen, wobei die Spiritualität ein häufiger Beweggrund für Meditation sein kann.

Woman meditating in park

Richtig meditieren?

Gerade in unserer heutigen, extrem schnelllebigen Zeit kann uns die Meditation dabei helfen, zur inneren Ruhe zu finden und dabei neue Kraft zu schöpfen. Vor allem bei Therapien gegen Stress wird Meditation empfohlen und umgesetzt. Doch wie könnte eine Meditation für Anfänger aussehen?

Eine Frage, die viele Meditationsanfänger beschäftigt, ist: Wie meditiere ich richtig?

Wie meditiert man?

Unter sachkundiger Anleitung ist Meditieren lernen gar nicht schwierig. Wir benötigen dazu auch nicht viel. Die Bereitschaft, es zu erfahren, zu erleben, sich dazu Zeit zu nehmen und Offenheit für etwas Neues, sind beste Voraussetzungen.

Zunächst einmal sollten wir uns für unsere Meditationsübungen einen ruhigen Ort suchen. Am besten ist es, einen festen Platz im eigenen Zuhause einzurichten. Das muss übrigens nicht gleich ein ganzer Raum sein, eine kleine Ecke in einem Zimmer reicht schon. Diese sollte gemütlich sein und eine gewisse Ruhe ausstrahlen.

Meditiert wird normalerweise aufrecht sitzend im Lotussitz oder im sogenannten „halben Lotus“. Gerade für einen Anfänger kann das äußerst tricky sein, da in dieser Position bei Ungeübten doch ganz gerne mal die Beine einschlafen. Körperliche Übungen, wie Sport oder Yoga schaffen hier Abhilfe.

Zunächst sollte man auf einem Hocker oder einem Stuhl meditieren. Wichtig ist, dass wir uns dabei nicht anlehnen. Die Sitzhaltung sollte zwar entspannt und locker sein, aber eben mit geradem Rücken, damit die Energie fließen kann. Ein bisschen Auspolstern – zum Beispiel mit einer Decke oder einem speziellen Meditationskissen – ist also völlig okay. Generell ist erlaubt, was gefällt und was für jeden einzelnen bequem ist.

Meditating by the lake
Meditating by the lake

Das Wichtigste bei einer Meditation ist der Atem, ihn sich bewusst machen, wie er durch den Körper strömt. Dazu atmet man durch die Nase ein und wieder aus.

Zu Beginn ist es übrigens völlig ausreichend etwa 10 Minuten am Tag zu meditieren. Profis bauen übrigens kurze Meditationsübungen in ihren Alltag ein, zum Beispiel beim Bahnfahren oder in einer stillen Minute im Büro.

Geführte Meditation

Gerade für Anfänger ist eine geführte Meditation eine hervorragende Einführung in die Materie, denn die Teilnehmer werden stimmlich geführt. Sozusagen eine Meditation mit Anleitung. Dabei wird unter verschiedenen Arten unterschieden. Es gibt zum Beispiel die:

Achtsamkeitsmeditation
• Klangmeditation
• Bewegte Meditation

• Einsichtsmeditation
• Traumreisen

Der große Vorteil bei dieser Art der geführten Meditation ist die bereits kurz erwähnte stimmliche Führung. Während der Meditation wird alles erklärt, beispielsweise wie wir atmen sollen. Zudem kann die Stimme als sogenannter Anker dienen, auf den wir uns während unserer Meditation konzentrieren. So können wir uns leichter fokussieren und den Blick nach innen wenden.

Was ist Meditation?

Meditation bedeutet, dass wir unsere Gedanken einfach vorbei ziehen lassen, nur als stiller Beobachter und ohne diese zu werten. Allerdings kann man nicht pauschal sagen: „Meditation ist das und das“ da sie von jedem anders erlebt wird.

Dem einen hilft sie, das Gedankenchaos im Kopf zu bändigen. Dem anderen wiederum gibt sie die Basis, achtsamer durch den Alltag zu gehen. Wieder einem anderen hilft sie, mehr im Hier und Jetzt zu sein. Allerdings ist Meditation kein Allheilmittel. Sie ist lediglich ein Werkzeug, damit wir achtsamer und bewusster durch den Alltag gehen.

Meditieren lernen ist auf jeden Fall für Sie lohnend – und wenn es nur 10 Minuten täglich sind, die sie allmählich auf 2 x 15 Minuten oder mehr erhöhen können.

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